Schäden an Bahn bei Zermatt VS sind grösser als angenommen

Schäden an Bahn bei Zermatt VS sind grösser als angenommen

Zermatt VS (awp/sda) - Die Unwetter haben an der Bahnstrecke der Matterhorn-Gotthard-Bahn im Wallis zwischen Täsch und Zermatt grössere Schäden verursacht als erwartet. Der Betrieb der Bahn kann voraussichtlich erst in mehreren Wochen wieder aufgenommen werden.

Nach dem Absinken des Pegelstandes der Vispa seien an weiteren Stellen Schäden festgestellt worden, teilte die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGBahn) am Dienstag mit. Die Schäden betreffen demnach insbesondere die Teilstrecke Kalpetran-Herbriggen.

Die Instandsetzungsarbeiten werden laut MGBahn gemäss aktueller Einschätzung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Strecke Visp-Täsch bleibt deshalb bis auf Weiteres für den Bahnverkehr gesperrt. Der Bahnersatz per Bus wird so lange weitergeführt. Mit dem Shuttlezug von Täsch aus bleibt Zermatt auf dem Landweg erreichbar.

Während des Bahnunterbruchs kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Reisenden wird dringend empfohlen, zusätzliche Zeitpuffer einzuplanen, da die Ersatzkapazitäten per Bus geringer ausfallen als beim regulären Bahnbetrieb. Ebenfalls können Gruppen nur beschränkt transportiert werden.

Die Gornergrat Bahn (GGB) bleibt bis zur Instandsetzung der durch einen Murgang in Mitleidenschaft gezogenen Riffelbord-Schutzgalerie bis mindestens Mittwoch Betriebsschluss eingestellt.


Lidl Schweiz-Chef wechselt doch nicht nach Österreich

Lidl Schweiz-Chef wechselt doch nicht nach Österreich

Weinfelden (awp) - Lidl Schweiz bekommt doch keinen neuen Chef. Nicholas Pennanen wechselt nicht wie ursprünglich geplant nach Österreich, sondern bleibt CEO des hiesigen Ablegers des Detailhandelskonzerns.

Pennanen bleibe längerfristig CEO von Lidl Schweiz, teilte der Detailhändler am Dienstag mit. Dennoch kommt es zu Personalrochaden. Alessandro Wolf, derzeit CEO bei Lidl Österreich, übernimmt laut weiteren Angaben ab September 2024 eine übergeordnete Aufgabe als Bereichsleiter in der Lidl Stiftung und wird in dieser Rolle für mehrere Länder verantwortlich sein.

Benny Klein, derzeit GL Vertrieb & Logistik bei Lidl Schweiz, wechselt zu Lidl Österreich. Er übernimmt dort die Verantwortung für Vertrieb & Logistik. Sven Joller wiederum, bisher als Geschäftsführer verantwortlich für eine Regionalgesellschaft in Österreich, tritt die Nachfolge von Benny Klein bei Lidl Schweiz als Leiter Region an.

pre/kw


Anleihe: Iberdrola Finanzas nimmt mit zwei Greenbonds total 335 Mio Franken auf

Anleihe: Iberdrola Finanzas nimmt mit zwei Greenbonds total 335 Mio Franken auf

Zürich (awp) - Die Iberdrola Finanzas S.A.U emittiert unter Federführung von Deutsche Bank und UBS zwei Greenbond-Anleihen zu folgenden Konditionen:


1. Tranche
Betrag: 145 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit)
Coupon: 1,38%
Emissionspreis: 100,00%
Laufzeit: 4 Jahre, bis 11.07.2028
Liberierung: 11.07.2024
Yield to Mat.: 1,38%
Spread (MS): +47 BP
Valor: CH1357852677
Instr. Rating: Baa1/BBB+/A- (Moody's/S&P/Fitch)
Kotierung: SIX, ab 09.07.2024

2. Tranche
Betrag: 190 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit)
Coupon: 1,5625%
Emissionspreis: 100,00%
Laufzeit: 7 Jahre, bis 11.07.2031
Liberierung: 11.07.2024
Yield to Mat.: 1,5625%
Spread (MS): +62 BP
Valor: CH1357852685
Instr. Rating: Baa1/BBB+/A- (Moody's/S&P/Fitch)
Kotierung: SIX, ab 09.07.2024


pre/


Lufthansa-Gruppe erhebt ab 2025 neue Umweltgebühr

Lufthansa-Gruppe erhebt ab 2025 neue Umweltgebühr

Frankfurt/Main (awp/dpa) - Fliegen wird noch teurer. Die Lufthansa-Gruppe erhebt ab Mittwoch eine neuartige Umweltgebühr für Flüge ab dem kommenden Jahr, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Gebühr wird auch bei der Swiss und der Edelweiss eingeführt.

Damit solle ein Teil der Kosten weitergegeben werden, die etwa durch Umweltauflagen der EU entstehen. Gemeint sind damit zum Beispiel der ausgeweitete, teils freiwillige Emissionshandel oder nachhaltig produziertes Bio-Kerosin (SAF), das nach EU-Vorgaben ab dem kommenden Jahr beigemischt werden muss. Ab 2025 müssen 2 Prozent des Flugbenzins aus nachhaltigem Kerosin SAF stammen.

Die Gebühr richtet sich nach der Länge des Fluges und der Buchungsklasse. Sie betrage zwischen 1 und 72 Euro. Zuerst hatte das Fachportal "fvw" und "Travelnews" berichtet. Die Lufthansa-Gruppe weist die Gebühr für Starts ihrer sämtlichen Konzern-Airlines in allen 27 EU-Ländern aus sowie in Grossbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Einzige Ausnahme sind Tickets auf der Plattform eurowings.com. Dort werden den Kunden ausschliesslich Brutto-Preise angezeigt.

Airlines haben bereits in der Vergangenheit immer wieder mal einzelne Preisbestandteile ausgewiesen. Bekanntestes Beispiel ist der zwischenzeitlich wieder eingestellte Kerosinzuschlag. Bei der neuen Umweltgebühr bleibt unklar, welchen Anteil der zusätzlichen regulatorischen Kosten die Passagiere tragen sollen. Weiterhin möglich bleiben individuelle Zahlungen, um die Klimafolgen eines Fluges zu lindern.

jb/


Verkehrsminister Rösti rät Ferienreisenden zum Umsteigen auf die Bahn

Verkehrsminister Rösti rät Ferienreisenden zum Umsteigen auf die Bahn

Bern (awp/sda) - Verkehrsminister Albert Rösti will nach der Sperrung der A13 im Misox den Ferienreiseverkehr im Sommer unter anderem mit zusätzlichen Bahnverbindungen bewältigen. Die San-Bernardino-Route dürfte nach derzeitigem Kenntnisstand voraussichtlich im Juli in beiden Richtungen wieder einspurig befahrbar sein.

Rösti und Jürg Röthlisberger, der Chef des Bundesamts für Strassen (Astra), informierten am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern über das weitere Vorgehen.

Man müsse rasch eine Lösung finden, damit die Phase mit geringeren Kapazitäten möglichst gut bewältigt werden könne, so der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Man gehe derzeit davon aus, dass es ungefähr eine Woche dauern werde, den Fluss Moesa wieder in sein Bett zurückzubringen. Erst danach könne die eigentliche Reparatur der Fahrbahnen beginnen.

___ Aufschüttungen geplant

Man gehe davon aus, dass durch Aufschüttungen bis im Juli eine Fahrbahn pro Fahrtrichtung erreichtet werden könne, erklärte Rösti. Dank der Bauarbeiten am Gotthard-Tunnel sei genügend Material vorhanden. Rösti schränkte aber ein, fix könne er sich nicht auf einen Zeitplan festlegen. Denn neuerliche Gewitter seien möglich.

Die SBB hätten zugesagt, am Wochenende, zusätzliche Nord-Süd-Verbindungen anzubieten, sagte er weiter. Auch im Güterverkehr werde es mehr Kapazitäten geben.

Jeder und jede könne durch das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr seinen Beitrag leisten, betonte der Verkehrsminister. Zugleich kündigte er an, dass die ursprünglich geplanten Nachtsperrungen des Gotthard-Strassentunnels ab sofort entfielen.

___ Koordination mit ausländischen Stellen

Als wichtige Massnahme nannte der Uvek-Chef auch das Verkehrsmanagement. Bereits am Samstag seien die Verkehrsmeldungen so angepasst worden, dass rasch eine grossräumige Umleitung des Verkehrs erfolgt sei - insbesondere via die A2, aber auch via den Simplon und den Grossen Sankt Bernhard.

Er stehe zudem mit seinen Amtskollegen im Ausland in Kontakt, damit die Schweiz möglichst umfahren werde, fügte der Verkehrsminister an.

Bestehen bleiben die Sperrungen von Autobahneinfahrten auf die A2 im Kanton Uri in Zeiten mit grossem Verkehrsaufkommen. Diese sollen verhindern, dass Reisende Richtung Süden auf die Kantonsstrasse ausweichen und erst in Amsteg oder Göschenen UR auf die Autobahn fahren.

Der Kanton Uri werde einen Teil des Mehrverkehrs aufnahmen müssen, sagte Rösti dazu: "Aber wir wollen sicherstellen, dass die Dörfer vom einheimischen Verkehr weiterhin befahren werden können."

___ Fahrverbote für Lastwagen bleiben

Eine grundsätzliche Aufhebung des Sonntags- und Nachtfahrverbots für Lastwagen lehnte Rösti ab: "Sonst würden wir den Verkehr regelrecht anziehen". Das Astra prüfe aber eine Aufhebung zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten.

Während eines Unwetters hatte der Fluss Moesa am Freitagabend nahe Lostallo GR ein Stück der Nationalstrasse A13 teilweise weggerissen. Seither ist die San-Bernardino-Route gesperrt. Bereits am Montag begannen die ersten Arbeiten. Auf der Kantonsstrasse durchs Tal sind derweil nur Zubringerfahrten gestattet, für den Transitverkehr ist sie zu.

___ Gedenken an Opfer

Beim selben Unwetter hatte ein Murgang in der Ortschaft Sorte GR drei Häuser zerstört. Ein Mann verlor dabei sein Leben, zwei weitere Personen wurden am Dienstag noch immer vermisst.

Rösti sprach den Angehörigen des Mannes sein tief empfundenes Beileid aus und erinnerte an die Vermissten: "Leider ist das Schicksal unergründlich."

Was die A13 angehe, habe man zugleich grosses Glück gehabt, sagte er. Dies, da sich keine Autos und auch kein Car auf dem betroffenen Abschnitt befunden hätten.


Anleihe: Pfandbriefzentrale nimmt mit drei Tranchen total 608 Mio Franken auf

Anleihe: Pfandbriefzentrale nimmt mit drei Tranchen total 608 Mio Franken auf

Zürich (awp) - Die Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken emittiert unter Federführung der Kantonalbanken zwei neue Anleihen und stockt eine bestehende zu folgenden Konditionen auf:


1. Tranche Aufstockung S. 582
Betrag: 260 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit)
Totalbetrag neu: 425 Mio Fr.
Coupon: 1,3%
Emissionspreis: 100,575%
Laufzeit: 4,44 Jahre, bis 27.12.2028
Liberierung: 17.07.2024
Yield to Mat.: 1,166%
Spread (MS): +25 BP
Valor: CH1306117107
Valor prov.: CH1361401701
Rating: Aaa (Moody's)
Kotierung: SIX, ab 16.07.2024

2. Tranche neu S. 596
Betrag: 187 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit)
Coupon: 1,25%
Emissionspreis: 100,180%
Laufzeit: 8,76 Jahre, bis 19.04.2033
Liberierung: 17.07.2024
Yield to Mat.: 1,228%
Spread (MS): +25 BP
Valor: CH1361401719
Rating: Aaa (Moody's)
Kotierung: SIX, ab 16.07.2024

3. Tranche neu S. 597
Betrag: 161 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit)
Coupon: 1,3%
Emissionspreis: 100,542%
Laufzeit: 15,33 Jahre, bis 14.11.2039
Liberierung: 17.07.2024
Yield to Mat.: 1,261%
Spread (MS): +19 BP
Valor: CH1361401727
Rating: Aaa (Moody's)
Kotierung: SIX, ab 16.07.2024


pre/


Zürcher Obergericht verurteilt Bankangestellte für Roldugin-Konten

Zürcher Obergericht verurteilt Bankangestellte für Roldugin-Konten

Zürich (awp/sda) - Das Zürcher Obergericht hat vier Angestellte der Gazprombank Schweiz wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Sie führten von 2014 bis 2016 Konten für den Putin-Vertrauten Sergei Roldugin.

Die Abklärungen der Bankangestellten zu den Konten Roldugins seien ungenügend gewesen, sagte der vorsitzende Richter bei der Urteilseröffnung am Dienstagmorgen in Zürich.

Der Cellist und Dirigent Roldugin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er eröffnete 2014 bei der Gazprombank Schweiz (GPBS) mehrere Konten, über die in der Folge Millionenbeträge flossen.

Die im Frühjahr 2016 veröffentlichten "Panama Papers" dokumentierten die enge Beziehung Roldugins zu Putin. Doch selbst dann wartete die GPBS noch mehrere Monate, bis sie die Konten schloss. Viel zu spät, befand das Gericht.

___ Hinweisen nicht nachgegangen

"Es gab Umstände, die darauf hindeuteten, dass es sich um eine Strohmannfinanzierung handeln könnte", sagte der Richter. Die Verantwortlichen der Bank seien diesen Hinweisen nicht nachgegangen.

Es sei nicht plausibel, wie Roldugin als Dirigent und Cellist zu einem dreistelligen Millionenvermögen gekommen sein soll. Die von der Verteidigung ebenfalls angeführten Darlehen, die dazu beigetragen haben sollen, seien zudem ein klassisches Instrument der Strohmannfinanzierung.

Zu den notwendigen Abklärungen hätte nach Ansicht des Gerichts auch gehört, wie Roldugin zu der Beteiligung im Wert von angeblich über 100 Millionen Franken an einem russischen Medienunternehmen gekommen war. Aus dieser Beteiligung flossen jährlich rund fünf bis sieben Millionen Franken über Roldugins Konten bei der GPBS.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um den CEO sowie zwei weitere Mitarbeiter der GPBS, die sich seit Herbst 2022 in Liquidation befindet. Die drei Männer sind russische Staatsangehörige und leben seit längerer Zeit in der Schweiz. Mitangeklagt ist ein Schweizer, der heute nicht mehr für die Bank tätig ist.

___ Geldstrafen auf Bewährung

Das Gericht verurteilte sie zu bedingten Geldstrafen von je 110 Tagessätzen. Die höchste Strafe erhielt der CEO der Bank: Er müsste 110 Tagessätze à 3000 Franken bezahlen. Die Tagessätze der übrigen Verurteilten bewegen sich zwischen 350 und 500 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Das Bezirksgericht Zürich hatte die Beschuldigten in erster Instanz Ende März 2023 zu leicht höheren bedingten Geldstrafen verurteilt. Die Verteidigung verlangte vor beiden Gerichten Freisprüche.

Der Prozess stiess auf grosses Medieninteresse. "Was den Fall für die Medien interessant macht, ist aber für seine Beurteilung juristisch irrelevant", sagte der Richter. Das Gericht beurteilte lediglich, ob die Bankangestellten ihre Sorgfaltspflichten verletzt hatten. Wer tatsächlich wirtschaftlich an den Geldern berechtigt war und welche Beziehungen diese Person allenfalls zu Putin hatte, war nicht Gegenstand des Verfahrens.

___ Richtergremium war sich nicht einig

Der Richter stellte auch klar, dass es keine politische Komponente gegeben habe: "Unsere Entscheidung wäre genau so ausgefallen, wenn wir sie zum Beispiel schon 2017 getroffen hätten, also lange vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine". Man habe sich nicht von "sachfremden Motiven" leiten lassen.

Der Schuldspruch fiel allerdings nicht einstimmig. Ein Richter des Dreiergremiums sprach sich für einen Freispruch aus und erläuterte seine Position bei der Urteilseröffnung. Er hielt die Beweislage für einen Schuldspruch für nicht ausreichend. Die Angeklagten hätten sich an die damals geltenden Regeln gehalten.

Das Urteil des Zürcher Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.


UBS reduziert Beteiligung an CS Securities in China auf 15 Prozent

UBS reduziert Beteiligung an CS Securities in China auf 15 Prozent

Zürich (awp) - Die UBS steigt in China teilweise aus dem Wertpapiergeschäft der früheren Credit Suisse aus. Die Grossbank verkauft einen Anteil von 36,01 Prozent an Credit Suisse Securities (CSS) in China an die Beijing State-owned Assets Management Co. (BSAM), heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Dafür soll die UBS 91,4 Millionen US-Dollar erhalten. 14,99 Prozent der 51-Prozent-Beteiligung verbleiben bei der Schweizer Bank.

CSS war 2008 als Joint Venture von der Credit Suisse und dem chinesischen Finanzdienstleister Founder Securities gegründet worden. Seit Juni 2020 hielt die CS einen Anteil von 51 Prozent und Founder Securities den Rest.

Mit der jetzt vereinbarten Transaktion verkauft Founder Securities ihren gesamten Anteil von 49 Prozent für 124 Millionen Dollar ebenfalls an BSAM. Damit wird der chinesische Staatsfonds insgesamt 85,01 Prozent halten.

China sei für die UBS ein Schlüsselmarkt, liess sich CEO Sergio Ermotti in der Mitteilung zitieren. Allerdings bedeute die Übernahme durch die Credit Suisse eine grössere Präsenz in dem Land, und man müsse bestimmte regulatorische Anforderungen erfüllen.

Bloomberg hatte vor knapp zwei Wochen berichtet, dass sich die UBS im Gespräch mit BSAM befinde.

ys/ra


Kühne+Nagel-Chef sieht Wiederbelebung des Marktes

Kühne+Nagel-Chef sieht Wiederbelebung des Marktes

Schindellegi (awp) - Beim Logistikkonzern Kühne+Nagel stehen die Zeichen auf Aufschwung: Vor allem in der Seefracht geht es nach einem langen Abschwung wieder aufwärts, wie CEO Stefan Paul im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP sagte.

Man könne in der Seefracht von einer "eigentlichen Wiederbelebung des Marktes" sprechen, so der Firmenchef. So hätten sich die Frachtraten, also die Preise für Containertransporte, in den letzten Wochen fast verdreifacht.

Ein Grund dafür sei, dass leere Container knapp geworden seien. Dies sei eine Folge der faktischen Schliessung der Suez-Route wegen der Angriffe der Huthi-Rebellen. Weil die Schiffe deswegen ums Kap fahren müssen und somit länger unterwegs sind, wurde laut Paul 15 Prozent der verfügbaren Containerschiff-Kapazität weltweit absorbiert.

Gleichzeitig hätten einige Kunden wegen der Unsicherheit begonnen, Transporte für das Weihnachtsgeschäft vorzuziehen. "Knappheit trifft also auf eine punktuelle Belebung der Nachfrage", so der CEO.

___ Komplexität sprunghaft zugenommen

Oder anders ausgedrückt: Die Komplexität auf den Weltmeeren habe in den letzten Wochen "sprunghaft zugenommen", so Paul weiter. Und von Komplexität profitiert das Unternehmen bekanntlich. Denn sie führt zu einem höheren Bedarf an Logistik-Dienstleistungen. Zuletzt hatte Kühne+Nagel während der Pandemie wegen der damals äusserst schwierigen Verhältnissen einen eigentlichen Boom erlebt.

Neben der Seefracht, die zuletzt gut ein Drittel zum Umsatzes beisteuerte, gibt es laut dem Kühne+Nagel-Chef auch in der Luftfracht einen Trend zu höheren Volumina. "Wir sprechen hier von einem hohen einstelligen Wachstum." Dies sei ein deutliches Anzeichen für eine Trendwende. Und auch im Landverkehr sei man aktuell "ganz leicht über dem Vorjahr".

Keine Sorgen machen dem Firmenchef im Übrigen die aktuellen De-Globalisierungstendenzen. "Ich sehe die aktuellen protektionistischen Bewegungen nicht als Booster für uns, aber als tendeziell positiv für unser Geschäft - weil unsere Kunden einen höheren Beratungsbedarft benötigen."

___ Mit Strategieprogramm auf Kurs

Mit dem Strategieprogramm "Roadmap 2026" sieht sich der Konzern derweil auf Kurs. Der Einstieg in neue Märkte, etwa das Halbleitersegment, sei gelungen. Fortschritte gebe es auch bei der Anpassung des Geschäftsmixes. So sei margenschwaches Geschäft - zum Beispiel der Transport von Altpapier - abgestossen worden. Dafür sei höhermargiges KMU-Geschäft hinzugekommen.

Dies soll dazu führen, dass die Konversionsrate wieder auf 25 bis 30 Prozent steigt, nachdem sie im letzten Quartal bei 18 Prozent gelegen hatte. Laut Paul handelt es sich um ein ambitioniertes Ziel. "Aber wir halten daran fest."

Ob die Rate, welche das Verhältnis von EBIT zum sogenannten Rohertrag beschreibt und für das Management eine wichtige Kenngrösse ist, schon im laufenden zweiten Quartal auf über 20 Prozent steigen wird, liess Paul offen. Nur so viel: "Was ich sagen kann: Die aktuellen Entwicklungen sind der Konversionsrate nicht abträglich."

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst von AWP zu lesen)

rw/kw


"Watches and Wonders"-Board nimmt Chanel, Hermès und LVMH auf

Genf (awp) - Die Organisation der Genfer Uhrenmesse "Watches and Wonders" wächst. Neu werden die Marken Chanel und Hermès sowie der französische Luxusgüterkonzern LVMH (Hublot, Zenith, Tag Heuer) Teil des 2022 gegründeten "Watches and Wonders Foundation Board", wie es am Dienstag in einer Mitteilung hiess.

Die neuen Board-Mitglieder hatten ihre Zeitmesser nebst jenen der Richemont-Häuser IWC, Piaget oder Jaeger LeCoultre sowie Marken wie Rolex oder Patek Philippe bereits an der letzten Ausgabe der Messe im April dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit präsentiert. Nun werden sie stärker in die Organisation eingebunden.

Die Integration der neuen Mitglieder sei ein wichtiger Schritt im Bestreben der Stiftung, die Schweizer Uhrenindustrie möglichst in ihrer Gesamtheit und mit vielen Beteiligten abzubilden, liess die Organisatorin der Messe verlauten.

___ Neuer Präsident ab Juli

Einen Wechsel gibt es ausserdem an der Spitze des "Watches and Wonders Foundation Board". Dort wird wie bereits angekündigt Cartier-Chef Cyrille Vigneron Anfang Juli für die nächsten zwei Jahre das Präsidium von Rolex-CEO Jean-Frédéric Dufour übernehmen. Vigneron soll gemeinsam mit Vize-Präsident Claude Peny die Weichen der Messe für die Zukunft stellen.

Die nächste "Watches and Wonders"-Messe findet in den Genfer Palexpo-Hallen vom 1. bis 7. April 2025 statt. An der letzten Ausgabe hatten 54 Marken ihre Uhren und Neuheiten den insgesamt rund 49'000 Besucherinnen und Besuchern präsentiert.

mk/kw


ABB baut neues Werk für Erdungs- und Blitzschutz in England

ABB baut neues Werk für Erdungs- und Blitzschutz in England

Zürich (awp) - ABB baut in England eine neue Anlage für Erdungs- und Blitzschutzlösungen. Dafür nimmt der Techkonzern in Nottingham gut 35 Millionen US-Dollar in die Hand.

Die neue Produktionsstätte- sowie F&E-Einrichtung sollen Anfang 2025 eröffnet werden, teilte ABB am Dienstag in einem Communiqué mit. Dann würden mehr als 100 Mitarbeitende von der Giesserei von ABB Installation Products Nottingham in das neue, 9'500 Quadratmeter grosse Werk umziehen.

Nach Angaben von ABB ergänzt die Investition in England die mehr als 165 Millionen US-Dollar, welche die Division Installation Products seit 2020 investiert habe, um ihre Produktionskapazitäten weltweit zu erweitern und zu verbessern.

ra/kw


Meyer-Burger-Aktien nach Verlagerungs-Update in die USA stark gesucht

Meyer-Burger-Aktien nach Verlagerungs-Update in die USA stark gesucht

Thun (awp) - Die Aktien von Meyer Burger sind am Dienstag an der schwachen Schweizer Börse stark gesucht. Grund dafür sind laut Händlern die Fortschritte bei der Verlagerung des Kerngeschäfts in die USA, über die das Solarunternehmen zuvor berichtet hatte.

Die Aktie von Meyer Burger notiert um 10.00 Uhr 29 Prozent höher bei 0,0094 Franken. Die Schweizer Börse gibt derweil gemessen am SPI um 0,56 Prozent nach. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie bis zum 24. Juni gut 90 Prozent an Wert verloren.

Laut einer Mitteilung von Meyer Burger ist die Produktion von Solarmodulen in Arizona angelaufen und auch bei der geplanten Solarzellenproduktion seien Fortschritte erzielt worden. Zudem strebt das Thuner Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit einem amerikanischen Technologiekonzern an. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten. Zudem habe sich das Unternehmen einen weiteren Abnahmevertrag mit einem Grosskunden in den USA gesichert.

Der genaue Zeitplan für die geplante Inbetriebnahme einer Solarzellenfabrik in Colorado Springs hänge noch von der Finanzierung ab, hiess es weiter. Derzeit würden die Kreditverträge mit einer US-Grossbank verhandelt, ein Abschluss werde bis Mitte des dritten Quartals angestrebt. Zudem erwarte das Unternehmen die Auszahlung der Exportfinanzierung einer deutschen Grossbank.

Damit sei die Zukunft von Meyer Burger mindestens für die nächsten 18 Monate finanziell gesichert, heisst es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Für eine längerfristige Zukunft müsse Meyer Burger 2024-25 den Cash Burn beenden und 2026 einen positiven freien Cashflow erzielen. "Aber auch dann bleibt die Frage nach der kritischen Grösse", urteilt die ZKB und empfiehlt die Aktie mit "Untergewichten".

Etwas zuversichtlicher klingt es beim Broker Jefferies. "Wir sind positiv überrascht von der Unterzeichnung eines vierten Abnahmevertrags mit einem neuen Kunden." Zudem scheine ein strategischer Partner gefunden worden zu sein. Auch die Nachrichten zur Finanzierung seien positiv. Das Rating von Jefferies lautet dennoch auf "Hold".

An der Generalversammlung von heute (25. Juni) stimmen die Aktionäre über eine Aktienzusammenlegung (reverse share split) ab. Konkret sollen die Aktien im Verhältnis von 750 zu 1 zusammengelegt werden. Das Ex-Datum für die Zusammenlegung der Aktien wird voraussichtlich Anfang Juli 2024 sein.

pre/kw


Ypsomed-Chef sieht grosses Wachstumspotenzial

Ypsomed-Chef sieht grosses Wachstumspotenzial

Zürich (awp) - Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed ist auf Erfolgskurs und CEO Simon Michel sieht auch für die Zukunft weiteres, grosses Wachstumspotenzial. Vor allem das Geschäft im Bereich Delivery Systems mit Injektionssystemen etwa zur Verabreichung von Therapien gegen Fettleibigkeit wächst profitabel.

"Ypsomed Delivery Systems bietet mit seinem B2B-Geschäft hohe Margen, wenig Wettbewerb und enormes Wachstumspotenzial. Hier wollen wir fokussieren", sagte Michel im Interview mit dem Wirtschaftsportal "cash.ch" (online am 25.06.). In den nächsten Jahren soll dieses Geschäft organisch und später dann anorganisch erweitert werden.

Derweil will Michel wie bekannt den Bereich Diabetes Care mit dem verbleibenden Insulinpumpengeschäft abstossen. Mit der vor fünf Jahren eingeführten, eigens entwickelten Insulinpumpe "YpsoPump" stehe die Gruppe kurz vor Erreichen der Gewinnschwelle. "Wir müssen aber auch den US-Markteintritt planen. Ein solcher Schritt ist sehr teuer. Ohne einen Partner wie Eli Lilly vielleicht gar zu teuer", erklärte Michel die Exit-Pläne für das Pumpengeschäft.

Die Schweiz wird für Ypsomed ein wichtiger Standort bleiben, auch wenn die Produktion im Ausland an Bedeutung gewinnt. "Wir benötigen hier einen Standort, da die Entwicklung die Nähe zur Produktion erfordert", sagte Michel. "Wenn wir voll ausgelastet sind, produzieren wir in Solothurn und Burgdorf zusammen rund 250 Millionen Geräte. Aber bis 2030 werden wir in der Gruppe weit über 1 Milliarde Geräte herstellen."

Um diese grosse Nachfrage zu bedienen geht Michel davon aus, dass im norddeutschen Schwerin bis 2030 doppelt bis dreimal so viele Pens und Autoinjektoren sowie 200 Millionen in Amerika und 150 Millionen in China hergestellt werden. In Schwerin, in China und den USA produziere Ypsomed nur in Grossserien, in der Schweiz würden Spezialvarianten entwickelt, die anspruchsvoller sind und höhere Margen einbringen.

An der Börse ist die Ypsomed-Aktie allein in diesem Jahr um rund 35 Prozent in die Höhe geklettert nach einem bereits starken Anstieg in den Jahren davor. "Das ist das Ergebnis harter Arbeit und unternehmerischer Risiken. Jetzt können wir ernten, und das macht uns natürlich Freude", sagte Michel. Ypsomed werde am Ende des Jahrzehnts eine '10-Billion-Dollar-Company' sein.

mk/kw


Zürcher Obergericht spricht Gazprombank-Angestellte schuldig

Zürcher Obergericht spricht Gazprombank-Angestellte schuldig

Zürich (awp/sda) - Das Zürcher Obergericht hat vier Angestellte der Gazprombank Schweiz wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Es bestätigte damit im Wesentlichen die Schuldsprüche des Bezirksgerichts Zürich aus dem Vorjahr.

Die Abklärungen der Bankangestellten zu den Konten von Sergei Roldugin seien ungenügend gewesen, sagte der vorsitzende Richter bei der Urteilseröffnung am Dienstagmorgen in Zürich.

Der Cellist und Dirigent Roldugin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er eröffnete 2014 bei der Gazprombank Schweiz (GPBS) mehrere Konten, über die in der Folge Millionenbeträge flossen. Im Herbst 2016 schloss die Bank die Konten.

"Es gab Umstände, die darauf hindeuteten, dass es sich um eine Strohmannfinanzierung handeln könnte", sagte der Richter. Die Verantwortlichen der Bank seien diesen Hinweisen nicht nachgegangen.

Zu den nötigen Abklärungen hätte nach Ansicht des Gerichts auch gehört, abzuklären, wie Roldugin an die Beteiligung im Wert von mutmasslich mehr als 100 Millionen Franken an einem russischen Medienunternehmen gekommen ist. Aus dieser Beteiligung flossen jährlich rund fünf bis sieben Millionen Franken über Roldugins Konten bei der GPBS.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um den CEO sowie zwei weitere Angestellte der GPBS, die sich seit Herbst 2022 in Liquidation befindet. Bei den drei Männern handelt es sich um russische Staatsangehörige, die seit längerer Zeit in der Schweiz leben. Mitangeklagt war auch ein Schweizer, der heute nicht mehr für die Bank tätig ist.

Das Gericht verurteilte sie zu bedingten Geldstrafen von je 110 Tagessätzen. Die höchste Strafe erhielt der CEO der Bank: Er muss 110 Tagessätze à 3000 Franken bezahlen. Die Tagessätze der übrigen Verurteilten liegen zwischen 350 und 500 Franken.

Das Urteil des Zürcher Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.


UBS ernennt drei neue Leiter für Vermögensverwaltung im Nahen Osten

UBS ernennt drei neue Leiter für Vermögensverwaltung im Nahen Osten

Zürich (awp) - Die Grossbank UBS hat für die Vermögensverwaltung im Nahen Osten zehn neue Mitarbeiter eingestellt. Dazu gehören unter anderem drei neue Leiter.

Bassel Al Zaouk sei kürzlich von der Deutschen Bank, wo er für das Geschäft in Saudi-Arabien zuständig war, zur UBS gestossen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Er werde von Riad aus nun das inländische Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS in Saudi-Arabien ausbauen.

Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung werde zudem neu Ali Khunji Co-Head des Standorts in Bahrain und damit gemeinsam mit Khaled Salah verantwortlich sein. Ali Khunji werde sich auf den Ausbau des Wealth-Management-Geschäfts in Bahrain und der Ostprovinz konzentrieren, so die UBS. Er kommt den Angaben zufolge von HSBC, wo er die Vermögensverwaltung und das Personal Banking in Bahrain leitete.

Ausserdem soll Rana Al Emam ab dem 1. Juli 2024 die Verantwortung für den Ausbau des Geschäfts in Abu Dhabi übernehmen. Sie kommt ebenfalls von der HSBC, wo sie zuvor Leiterin des Private Banking in Abu Dhabi war.

Durch die Übernahme der Credit Suisse sei die UBS nun der führende Vermögensverwalter im Nahen Osten, so die Bank. Sie sei dort seit 60 Jahren tätig.

ys/kw


Zürcher Obergericht spricht Gazprombank-Angestellte schuldig

Zürcher Obergericht spricht Gazprombank-Angestellte schuldig

Zürich (awp/sda) - Das Zürcher Obergericht hat am Dienstag vier Angestellte der Gazprombank Schweiz wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften zu Geldstrafen verurteilt. Es bestätigte damit im Wesentlichen die Schuldsprüche des Bezirksgerichts Zürich aus dem Vorjahr.


Kuros publiziert Daten aus "MagnetOs MAXA Level 1"-Studie in Fachzeitschrift

Kuros publiziert Daten aus

Zürich (awp) - Das biopharmazeutische Unternehmen Kuros hat bereits Anfang Jahr über die guten Studienergebnisse seines Schlüsselprodukts MagnetOs berichtet. Nun werden die Daten der "MagnetOs MAXA Level 1"-Studie in der Fachzeitschrift Spine1 publiziert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Die Studie untersuchte den Einsatz des Knochentransplantats an der Wirbelsäule. Die Ergebnisse seien sehr gut gewesen, auch bei schwierigen Patientengruppen, hiess es damals. Konkret habe MagnetOs besser abgeschnitten als körpereigene Transplantate.

Diese Ergebnisse seien nun in einem begutachteten Manuskript veröffentlicht worden. Die darin publizierten klinischen Ergebnisse umfassen sogenannte Fusionsdaten von 91 Patienten und 128 Segmenten mit einer Nachbeobachtungszeit von einem Jahr nach der Operation.

hr/


CPH Group: Fokussierung auf Chemie und Verpackung abgeschlossen

CPH Group: Fokussierung auf Chemie und Verpackung abgeschlossen

Perlen (awp) - Die CPH Group hat ihre Neuausrichtung auf die Bereiche Chemie und Verpackung abgeschlossen. Damit tritt die ehemalige CPH Chemie+Papier Holding nun neu als CPH Group auf. Die Aktien der CPH Group werden wie bis anhin an der Schweizer Börse SIX gehandelt.

Die CPH Group habe die Möglichkeit, die globale Marktpräsenz der Bereiche Chemie (Zeochem) und Verpackung (Perlen Packaging) weiter zu erhöhen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Strategisch werde die CPH Group konsequent ein weiteres Wachstum in internationalen Nischenmärkten verfolgen, wobei das Wachstum einerseits organisch und andererseits über Akquisitionen umgesetzt werden soll, heisst es weiter.

Im Bereich Chemie bietet die Zeochem weltweit Molekularsiebe, Chromatographiegelen und deuterierte Produkte an. Im Verpackungsbereich sei die Perlen Packaging gemessen am Umsatz weltweit die Nummer drei und als Anbieter von Hochbarriere-Blisterfolien für die Pharmaindustrie gut etabliert.

Der Papierbereich und die Immobilien in Perlen gehören neu zur Perlen Industrieholding, wie an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Juni beschlossen wurde, teilte die CPH weiter mit. Der ausserbörsliche Handel der Aktien der Perlen Industrieholding wird per (heutigem) Dienstag aufgenommen.

pre/kw


SHL-CEO Nachtomy verlängert Amtszeit bis Ende August 2024

SHL-CEO Nachtomy verlängert Amtszeit bis Ende August 2024

Tel Aviv/Zürich (awp) - Der CEO von SHL Telemedicine, Erez Nachtomy, bleibt nun doch bis Ende August 2024 in seinem Amt. Er folge damit dem Wunsch des Verwaltungsrats, teilte der israelischen Telemedizinanbieter am Dienstag mit. Nachtomy hatte im Frühling seinen Rücktritt per Mitte Juni bekanntgegeben.

Die Suche nach einem neuen CEO schreite voran, heisst es in der Mitteilung weiter. Nachtomy hatte im März seinen Rücktritt damit begründet, dass es nach rund vier Jahren als CEO ein guter Zeitpunkt sei, die Führung weiterzugeben. Im laufenden Jahr war Nachtomy bereits aus dem Verwaltungsrat von SHL Telemedicine ausgeschieden. Er stellte sich im Februar nicht mehr für eine Wiederwahl in das Aufsichtsgremium zur Verfügung.

tp/ys


Obergericht Zürich eröffnet Urteile im Gazprombank-Fall

Obergericht Zürich eröffnet Urteile im Gazprombank-Fall

Zürich (awp/sda) - Das Zürcher Obergericht wird am heutigen Dienstag die Urteile gegen vier Angestellte der Gazprombank Schweiz bekannt geben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gegen Sorgfaltspflichten verstossen zu haben. Sie sollen Konten für einen Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt haben.

Die Beschuldigten sind angeklagt, bei der Gazprombank Schweiz (GPBS) von 2014 bis 2016 Konten für Sergey Roldugin geführt zu haben. Dies, obwohl gemäss Staatsanwaltschaft offensichtlich war, dass Roldugin nicht der wahre wirtschaftliche Berechtigte war.

___ "Putins Cellist"

Stattdessen soll er nur ein Strohmann für den unbekannten, tatsächlichen Eigentümer der Gelder gewesen sein. "Putins Cellist", wie Roldugin in Medienberichten auch genannt wird, gilt als enger Freund von Wladimir Putin. Über seine Konten bei der GPBS flossen teils hohe Millionenbeträge.

Vor Gericht standen an der Verhandlung, die bereits Ende Mai stattfand, neben dem Chef der Bank auch zwei weitere Geschäftsleitungsmitglieder sowie ein Kundenberater. Es handelt sich dabei um drei schon länger in der Schweiz lebende russische Staatsbürger sowie einen Schweizer.

___ Staatsanwaltschaft fordert bedingte Geldstrafen

Die Staatsanwaltschaft forderte, das alle vier der mangelnden Sorgfalt bei Finanzgeschäften schuldig gesprochen werden. Bestraft werden sollen sie mit bedingt ausgesprochenen Geldstrafen in unterschiedlichen Höhen.

Die Verteidiger der vier Beschuldigten forderten Freisprüche. Es sei alles andere als erwiesen, dass Roldugin nicht der wirtschaftlich Berechtigte an den Geldern gewesen sei. Er sei eben nicht nur als Dirigent und Cellist sehr erfolgreich, sondern auch als Investor.

Das Bezirksgericht Zürich sprach die vier ehemaligen Angestellten der Gazprombank Schweiz vor etwas mehr als einem Jahr der mangelnden Sorgfalt bei Finanzgeschäften schuldig und verurteilte sie zu Geldstrafen auf Bewährung.

Die GPBS stellte ihre Geschäftstätigkeit im Herbst 2022 ein und befindet sich aktuell in der Abwicklung. Die Bank geriet nach der Veröffentlichung der "Panama Papers" 2016 ins Visier der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma. Diese stellte schwere Mängel in der Geldwäscherei-Abwehr fest.


Meyer Burger startet Produktion in den USA

Meyer Burger startet Produktion in den USA

Thun (awp) - Das Solarunternehmen Meyer Burger kommt mit der Verlagerung des Kerngeschäfts in die USA voran. Die Produktion von Solarmodulen in Arizona ist angelaufen und auch bei der geplanten Solarzellenproduktion wurden Fortschritte erzielt. Zudem wird eine strategische Partnerschaft mit einem US-Technologiekonzern angestrebt.

Die neue Solarmodulfabrik in Arizona habe alle für den Produktionsstart notwendigen Teststandards erfüllt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die für den Hochlauf der Modulproduktion benötigten Solarzellen würden zunächst noch am deutschen Standort Thalheim produziert. Später soll eine Solarzellenfabrik in Colorado Springs in Betrieb genommen werden.

Der genaue Zeitplan für den Start der Solarzellenproduktion in den USA hänge noch von der Finanzierung ab, hiess es. Derzeit würden die Kreditverträge mit einer US-Grossbank verhandelt, ein Abschluss werde bis Mitte des dritten Quartals angestrebt. Zudem erwarte das Unternehmen die Auszahlung der Exportfinanzierung einer deutschen Grossbank.

___ Strategische Partnerschaft

Weiter teilte Meyer Burger mit, dass die Verhandlungen über eine strategische Partnerschaft mit einem "führenden US-Technologiekonzern" weit fortgeschritten seien. Der kommerzielle Vertrag sei "bis zur Unterschriftsreife" ausgehandelt. Auch hier rechnet Meyer Burger mit einem verbindlichen Abschluss noch im dritten Quartal.

Zudem hat sich das Unternehmen einen weiteren Abnahmevertrag in den USA gesichert: Der langfristige Vertrag mit einem neuen Grosskunden habe ein Gesamtvolumen von 1,75 Gigawatt, heisst es. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren mit Verlängerungsoption und tritt mit dem Start der Solarzellenproduktion in Colorado in Kraft.

an/kw


Swisscom, Sunrise und Salt Schlusslichter in Abo-Rating

Swisscom, Sunrise und Salt Schlusslichter in Abo-Rating

Zürich (awp) - Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch wie zufrieden sind die Kundinnen und Kunden wirklich mit ihrem Handy-Abo? Zumindest gemäss einer Umfrage des Internet-Vergleichsdiensts Moneyland landen die grossen Namen in der Schweiz nur auf den hinteren Rängen.

Im Durchschnitt aller Faktoren, bei denen neben Internet und Preis-Leistungs-Verhältnis auch Punkte wie Netzqualität, Roaming oder Kündigungsfristen bewertet wurden, liegt Wingo vorne. Mit 8,3 von 10 möglichen Punkten belegt die Swisscom-Marke den ersten Platz.

Ebenfalls weit vorne liegen Coop Mobile (8,1 Punkte) sowie Gomo und M-Budget Mobile (je 8,0 Punkte). Damit liegen die günstigen Mobilfunkabos, welche die Anbieter in Zusammenarbeit mit den Grossverteilern unter anderen Marken anbieten, vor den eigentlichen Hauptmarken.

___ Swisscom im Mittelfeld

Swisscom beispielsweise liegt mit 7,5 Punkten nur im Mittelfeld, wie die Umfrage vom Dienstag zeigt. Schlusslicht ist Sunrise mit nur 7,1 Punkten, knapp davor liegen noch Salt und Yallo mit je 7,4 Punkten.

Während die Kundinnen und Kunden mit dem mobilen Internet (8,0) und der Netzqualität (7,9) bei allen Anbietern recht zufrieden sind, fallen das Preis-Leistungs-Verhältnis (7,5) und der Kundendienst (7,4) etwas ab.

Generell weniger gut schneiden die Anbieter beim Roaming (7,1) ab. Das Thema sei ein Dauerbrenner, sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte bei Moneyland. "Auch in den vergangenen Jahren wurde Roaming unterdurchschnittlich bewertet."

dm/kw


Roche erhält EU-Zulassung für subkutane Variante von Ocrevus

Roche erhält EU-Zulassung für subkutane Variante von Ocrevus

Basel (awp) - Der Pharmakonzern Roche hat erwartungsgemäss die EU-Zulassung für die subkutane Variante seines MS-Medikaments Ocrevus erhalten. Nachdem der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung bereits im April empfohlen hatte, sei nun die endgültige Entscheidung gefallen, teilte Roche am Dienstag mit.

Wie Roche zudem bereits früher mitgeteilt hatte, bietet diese Variante die gleiche Wirksamkeit in kürzerer Zeit. So muss das Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose bei dieser Variante nur noch zweimal jährlich subkutan, also unter die Haut, verabreicht werden. Die Behandlungsdauer reduziert sich auf 10 Minuten pro Behandlung.

hr/kw


SGS erhöht Test-Kapazitäten für PFAS in Nordamerika

SGS erhöht Test-Kapazitäten für PFAS in Nordamerika

Genf (awp) - SGS erhöht seine Testkapazitäten in Nordamerika. Konkret sollen sie für die Stoffgruppe der per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) vervierfacht werden, teilte der Warenprüfkonzern am Dienstag mit.

Diese Chemikaliengruppe ist besonders schwer abbaubar und stellt in der Umwelt freigesetzt ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit dar. SGS sei einer der Pioniere bei der Entdeckung dieser Stoffe und habe mit der EPA 1633-Methode den "Goldstandard" für PFAS-Tests für die US-Behörden entwickelt. Die erhöhten Kapazitäten sollen die gestiegene Nachfrage nach PFAS-Tests decken.

dm/kw


Tecan ernennt Mukta Acharya zur Leiterin von Sparte Life Sciences Business

Tecan ernennt Mukta Acharya zur Leiterin von Sparte Life Sciences Business

Männedorf (awp) - Beim Laborausrüster Tecan kommt es auf der Führungsetage zu einem Wechsel. Mukta Acharya übernimmt voraussichtlich per 1. August die Leitung der Sparte Life Sciences Business und wird damit auch Mitglied der Geschäftsleitung, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte.

Acharya tritt die Nachfolge von Klaus Lun an, der das Unternehmen verlässt, um sich anderen beruflichen Möglichkeiten zu widmen. Lun war seit 2013 Mitglied der Geschäftsleitung und seit 2017 Leiter der Division Life Sciences Business.

Acharya ist seit rund zwei Jahren für Tecan tätig. Sie habe dabei das US-Geschäft ausgebaut, heisst es im Communiqué weiter. Davor wirkte sie unter anderem für Thermo Fisher Scientific und CVS Health.

Life Sciences Business, welche das Endkundengeschäft enthält, ist eine von zwei Divisionen von Tecan. Der Bereich steuerte letztes Jahr 42 Prozent zum Umsatz bei.

rw/